Drei Stimmen, eine Handschrift – der Koalitionsvertrag
Ein besonderer Abend für die FWG und für die Friedrichsdorfer Stadtpolitik insgesamt.
Schon bevor die konstituierende Stadtverordnetenversammlung am gestrigen Mittwoch begann, wurde es im Forum „ernst“.
Kurze Zeit später unterzeichneten auch die Parteivorsitzenden von CDU (Rainer Stockbauer) und FDP (Fabian Höhn) gemeinsam mit unserer ersten Vorsitzenden Catherine Mosel den Koalitionsvertrag.
Nach der Begrüßung des Bürgermeisters waren wir dann bei der Stadtveordnetenversammlung besonders stolz darauf, dass unsere stellvertretende Fraktionsvorsitzende Claudia Schlick als das am längsten ununterbrochen in der Stadtverordnetenversammlung vertretene Mitglied die konstituierende Sitzung eröffnen durfte. In ihren sorgfältig gewählten Worten machte sie deutlich, dass sich in den vielen Gesprächen nach der Wahl ein gemeinsamer Wunsch „nach einem respektvollen und wertschätzenden Umgang“ ergeben hatte und machte allen bewusst: jeder in der Versammlung möchte das Beste für die Stadt erreichen, auch wenn sich die Wege dorthin unterscheiden mögen.
Als wichtigste Amtshandlung führte sie sodann durch die Wahl des Stadtverordnetenvorstehers. Es ist guter Brauch, dass die stärkste Fraktion das Vorschlagsrecht hat. So schlug Katja Gehrmann als Fraktionsvorsitzende der CDU in einer sehr wertschätzenden Rede das Friedrichsdorfer Urgestein Norbert Fischer vor, der von der Versammlung einstimmig gewählt wurde und anschließend kompetent und unaufgeregt durch den Abend führte, als hätte er nie was anderes gemacht. Wir gratulieren zur Wahl und wünschen bestes Gelingen. Ebenso möchten wir uns an dieser Stelle für die gute Arbeit von Dr. Gerd Brücks in den vergangenen fünf Jahren auf dieser Position bedanken. Außerdem freuen wir uns über Marcus Muth als alten und neuen Schriftführer und gratulieren auch ihm zum erneuten Vertrauen seitens der Versammlung.
Es folgten diverse notwendige Wahlen für Verbände und Gremien. Unsere FWG-Mitglieder Marc Zenser und Andreas Eiling wurden beide gewählt: Marc Zenser als stellvertretendes Mitglied in den Verkehrsverband Hochtaunus (VHT) und Andreas Eiling in die Betriebskommission der Stadtwerke.
Dann standen zwei Vorlagen unserer neugebildeten Koalition auf der Tagesordnung, die in erster Linie die geplante hauptamtliche Stadtratstelle und die daraus folgenden haushaltsrechtlichen Konsequenzen betrafen.
In einer ausführlichen und sachlichen Rede erläuterte unser Fraktionsvorsitzender Antonio Ponzi den Standpunkt der Koalition und die Wichtigkeit der Einführung eines hauptamtlichen Stadtrates. Die Rede kann unter folgendem Link nachgehört werden: https://www.youtube.com/watch?v=_wtgzMzbCDQ
Ab 1:16:30 Std. trat Antonio ans Rednerpult, während Jochen Kilp ab 1:47:15 Std ergänzend deutlich machte, welche Chance wir in einer Verteilung der Arbeit auf zwei hauptamtliche Akteure im Rathaus sehen und wieso diese Stelle in erster Linie eine wichtige Entlastung des Bürgermeisters darstellt. Wir bedanken uns an dieser Stelle auch für die kritischen und sachlichen Beiträge auf Seiten der Opposition.
Im Anschluss fand eine entsprechende Abstimmung statt, bei der die Koalition geschlossen der Hauptsatzungsänderung zustimmte und die Weichen für eine Rückkehr zu dem bewährten Modell eines hauptamtlichen Stadtrates stellte. Friedrichsdorf, das sei noch erwähnt, hatte nämlich seit der Gebietsreform Anfang der 70er Jahre bis 2013 stets einen hauptamtlichen Stadtrat und zu Beginn sogar zwei. Vertreter der SPD, FDP und CDU haben dieses Amt in der Vergangenheit ausgeübt.
Zuletzt wurde noch der wichtige Akt der Ernennung der ehrenamtlichen Stadträtinnen und Stadträte zu Ehrenbeamten und Mitglieder des Magistrats vollzogen. Für die FWG werden zukünftig Jan Anlauft und Heinz-Erich Schröder im Magistrat vertreten sein. Sie wurden im Rahmen eines gemeinsamen Wahlvorschlages der Koalition in geheimer Wahl in ihr Amt gewählt. Wir wünschen gutes Gelingen und freuen uns über die neue Aufgabe. Wir bedanken uns an dieser Stelle ganz herzlich bei den bisherigen Stadträtinnen und Stadträten für die gewissenhafte und gute Arbeit der letzten fünf Jahre, insbesondere bei unsere FWG Mitgliedern Cordula Burghardt und Michael Knapp.
Da Jan Anlauft ein Mandat in der Stadtverordnetenversammlung innehatte, konnte ein weiteres FWG-Mitglied in die Fraktion nachrücken. Unsere zweite Vorsitzende und langjähriges Mitglied im Ortsbeirat Köppern, Martina Ropel, nahm in den letzten Minuten der Versammlung bereits ihren neuen Platz als Stadtverordnete ein. Wir gratulieren auch ihr ganz herzlich und freuen uns auf die gemeinsame Arbeit.
Nun schauen wir voller Tatendrang in die Zukunft und freuen uns bereits auf die Konstituierung der Ausschüsse (22.04.) und der Ortsbeiräte (28.+29.04.) sowie auf weitere wichtige Wahlen in der Stadtverordnetenversammlung am 21.05.!
Mit der offiziellen Unterzeichnung des Koalitionsvertrages der drei Fraktionen FWG, CDU und FDP ist es nun offiziell:
Die Stadt Friedrichsdorf geht mit einem Dreierbündnis in die folgende Legislaturperiode. Hinter uns liegen lange Abende, intensive Gespräche und Kompromisse, Zuversicht und Motivation sowie der Wille die anstehenden Projekte anzugehen, stehen nun im Fokus. Nachfolgend können Sie den Koalitionsvertrag einsehen:
CDU_FWG_FDP_Koalitionsvereinbarung_2026-2031




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