Inklusionsbeirat, Schulsozialarbeit und Dokumentenausgabebox
Inklusionsbeirat
Inklusion bedeutet, dass jeder Mensch die Möglichkeit erhalten soll, sich umfassend und gleichberechtigt an der Gesellschaft zu beteiligen.
Wir sehen daher Menschen, die behindert oder von Behinderung bedroht sind oder in anderer Weise durch Barrieren in der gleichberechtigten Teilhabe am gesellschaftlichen Leben eingeschränkt werden, nicht in einem separaten Beirat, sondern in den gewählten politischen Gremien.
Am 15. März sind Kommunalwahlen und so liegt es in der Hand aller Parteien und Wählergruppen, den Wählenden eine ausgewogene Liste zu präsentieren.
Schnittmengen gibt es auch zum gewählten Ausländerbeirat und dem Seniorenbeirat. Und um Fragen der Mobilität – auch von Menschen mit besonderen Belangen – kümmert sich der Mobilitätsbeirat.
Friedrichsdorf hat ein sehr gutes Netzwerk an Sozialverbänden und Vereinen, die sich die Unterstützung benachteiligter Personenkreise zur Aufgabe gemacht haben. Hier finden sie fachlich versierte Ansprechpersonen, die auch mit der Stadtverwaltung vernetzt sind. Unser gewählter Inklusionsbeauftragte kennt diese Strukturen und wir sind sicher, dass er ein wertvoller Lotse, Helfer und Hinweisgeber sein kann.
Einen städtischen Inklusionsbeirat sehen wir hingegen nicht in unserer Stadt. Wir möchten keine Doppelstrukturen schaffen. Den vorgeschlagenen Inklusionsbeirat haben wir daher abgelehnt.
Schulsozialarbeit
Der Stadtverordnete von Lebendiges Friedrichsdorf setzt sich sehr für die finanzielle Unterstützung der Schul-Sozialarbeit ein.
Wir sehen ebenfalls den zunehmenden Bedarf der Unterstützung von Schülerinnen und Schüler durch Sozialarbeit. Zugleich verfolgen wir mit großer Sorge die Finanzsituation der Stadt.
Friedrichsdorf war in den letzten Jahren nicht untätig: An der PRS findet bereits von der Stadt finanzierte Suchtberatung durch die Salus-Fachambulanz statt. Ein weiterer Fokus liegt auf der Präventionsarbeit. Dazu gehören Aktionen und Präventionstage für die 7. und 8. Klassenstufe.
Schule – und auch Schulsozialarbeit – gehört jedoch zu den Aufgaben des Kreises. Kommunen können nicht alle Lücken schließen, die Bund, Land oder Kreis hinterlassen.
Wir begrüßen daher sehr, dass der Kreis beschlossen hat, die Schulsozialarbeit zu stärken.
In welchem Umfang dies geschieht, werden wir weiterverfolgen. Der Überweisung in den HFWD haben wir daher zugestimmt.
Dokumentenausgabebox und Bürgerterminal
Dokumentenausgabeboxen und Bürgerterminals, um deren Prüfung die FDP-Fraktion gebeten hat, bieten aus unserer Sicht einen Mehrwert für den Bürgerservice.
Beide Angebote sind getrennt voneinander zu betrachten:
Dokumentenausgabeboxen ermöglichen die Abholung von Ausweisdokumenten oder anderen Dingen, wie Kulturkarten, unabhängig von Öffnungszeiten des Rathauses. Anschaffung und Betrieb haben Ihren Preis.
Dem steht gegenüber, dass die Nutzenden Flexibilität gewinnen. Bei einem gut zugänglichen Aufstellungsort werden Dokumentenausgabeboxen in anderen Kommunen gut angenommen.
Über Bürgerterminals können Online-Dienstleistungen nachgefragt werden. Es gibt aktuell zwei Entwicklungen:
Einfache, inzwischen bereits etwas ältere Terminals bilden das ab, was ebenso am heimischen PC erledigt werden könnte. Sie bieten also quasi die Hardware, die zu Hause fehlt. Das wäre uns zu wenig.
In der Entwicklung befindliche Terminals sollen die Nutzung erleichtern. Online-Dienstleistungen werden dadurch in eine Automaten-spezifische Nutzerführung gebracht. Das Konzept hat Potenzial, der Zeitpunkt für eine Beschaffung wäre hingegen sehr früh.
Die FWG-Fraktion unterstützt beide Prüfungen und hat diese durch einen Änderungsantrag konkretisiert. Wichtig sind in beiden Fällen eine klare Zielgruppenbestimmung, ein schlüssiges Konzept und ein außerhalb der Öffnungszeiten des Rathauses zugänglicher Aufstellort.
Sollten sie Fragen oder Anregungen hinsichtlich etwaiger Themen haben, dann schreiben sie uns gerne!





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