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Ohne Abgase schnell und sicher unterwegs: Der Radschnellweg Vordertaunus-Frankfurt

Foto: Christoph Mischke

Heute möchten wir über ein langjähriges Projekt aller Vordertaunuskommunen, den Radschnellweg Vordertaunus-Frankfurt berichten.

Mit dem Thema „Radschnellweg“ haben wir uns erstmals am 16.11.2016 im Rahmen der Haushaltsberatungen für das Jahr 2017 befasst. Wenige Wochen zuvor hatten alle Bürgermeister der betroffenen Kommunen eine Absichtserklärung unterzeichnet, den Radschnellweg zu bauen. Radschnellwege gibt es inzwischen in vielen deutschen Ballungsräumen. Sie werden vom Bund gefördert. Auch in Hessen. Radschnellwege sollen Radfahrer*innen schnell, sicher und auf direktem Weg an ihr Ziel bringen und so den Umstieg vom Auto auf das Rad erleichtern. Vor allem Berufspendler*innen können davon profitieren, denn neben dem gesundheitlichen Aspekt schont häufiges Radfahren auch die Umwelt und den eigenen Geldbeutel. 

Ein Radschnellweg dient neben diesen praktischen Vorteilen auch dem Stadtmarketing und der Wirtschaftsförderung: Radfahrer*innen kaufen auf dem Heimweg bei den Geschäften im Ort ein und Beschäftigte erreichen ihren Arbeitgeber auch mit dem Fahrrad in akzeptabler Zeit.

Vom 12.11.2018 bis 14.12.2018 fand eine interaktive Online-Bürgerbeteiligung statt. Viele Bürger*innen haben sich hier bereits aktiv in die Planung des Trassenverlaufs eingebracht. Aus den zahlreichen Rückmeldungen und gezielten Verkehrsuntersuchungen hat ein Fachplanungsbüro nun ein Gutachten erstellt, das die Grundlage für den Radschnellweg bildet.

Das Gutachten wurde in den Ortsbeiräten, dem Bauausschuss und im Haupt- und Finanzausschuss diskutiert. Der Ortsbeirat Seulberg begrüßte es, dass Seulberg an den Radschnellweg angeschlossen wird.

In den letzten Tagen erreichten uns einige Rückmeldungen von besorgten Seulbergern. Sie befürchteten, dass Seulberg für den Autoverkehr gesperrt wird. Dem ist nicht so! Vielmehr ist besondere Rücksicht auf Radfahrer*innen gefragt. Andere warnten vor einem großen Parkdruck im Ort durch den Wegfall von Parkplätzen entlang des Radschnellwegs.

Wir haben auf diese Bedenken reagiert und in der gestrigen Sitzung der Stadtverordnetenversammlung einen Ergänzungsantrag eingebracht. Darin heißt es „Bedingt durch den Radschnellweg sollen keine Parkplätze entfallen“. Damit haben wir den Weg für weitere Planungen freigemacht und zugleich die Sorgen der betroffenen Anlieger*innen aufgegriffen. Gemeinsam mit unseren Koalitionspartnern (Grüne, SPD) haben wir für einen Anschluss Friedrichsdorfs an den Radschnellweg gestimmt.

Die Beteiligung von Anlieger*innen, Behörden und sonstigen Trägern öffentlicher Belange wie Ver- und Entsorgungsbetrieben ist bei solchen Projekten übrigens selbstverständlich. Sie erfolgt immer erst dann, wenn in der Stadtverordnetenversammlung über die Absicht zur Umsetzung entschieden wurde. In Falle des Radschnellwegs geht es nun mit dem konkreten Planungsprozess weiter.

Ihr könnt sicher sein: Wir halten euch weiter auf dem Laufenden! Ihr habt Anregungen und Ideen zum Radschnellweg Vordertaunus-Frankfurt? Schreibt Sie uns immer gerne!