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Pläne der Stadt Rosbach: Erweiterung des Gewerbegebietes „Dickmühle“- Offener Brief der Koalition

Die Fraktionsvorsitzenden der FWG, Bündnis 90/Die Grünen und SPD haben offene Briefe an die Regierungspräsidentin des Regierungspräsidiums Darmstadt, Frau Brigitte Lindscheid, und an den Ersten Beigeordneten des Regionalverband FrankfurtRheinMain,  Herrn Thomas Horn, mit folgendem Wortlaut geschickt:

Pläne der Stadt Rosbach: Erweiterung des Gewerbegebietes „Dickmühle“

Festhalten am bestehenden Flächennutzungsplan sowie dem Regionalplan Südhessen

Sehr geehrte Frau Lindscheid,

unsere Nachbarkommune Rosbach plant, zwischen den Ortsteilen Rodheim (Stadt Rosbach) und Burgholzhausen (Stadt Friedrichsdorf) einen insgesamt 34 Hektar großen Gewerbepark mit 4 Hallen unterschiedlicher Größe für Logistik, Montage und Produktion zu errichten.

Das Gebiet ist aktuell im Flächennutzungsplan größtenteils als Grünzug ausgewiesen. Hochwertiges Ackerland und Streuobstwiesen prägen das Landschaftsbild.

Einzig auf einer Teilfläche von 2 Hektar residieren auf Rodheimer Seite ein Zementwerk sowie eine Glaswarenfabrik; als Erweiterungsfläche wurden bei der Aufstellung des Regionalen Flächennutzungsplans in den Jahren 2002 / 2003 weitere 7 Hektar als Gewerbegebiet ausgewiesen.

Der geplante Gewerbepark reicht bis unmittelbar an die mehrere Jahrzehnte alte Wohnbebauung von Burgholzhausen heran. Planung und Bebauung erfolgten damals im Vertrauen an den sich anschließenden Grünzug. Dieser dient nicht nur als Naherholungsgebiet sowie der landwirtschaftlichen Nutzung, sondern bildet eine überörtlich wichtige Frischluftschneise u.a. für Burgholzhausen, Rodheim und Petterweil.

Nach den Plänen der Stadt Rosbach soll der Grünzug einer Betonwüste weichen, unermessliche Immissionen in Form von Lärm und Abgasen sind zu erwarten.

Der Standort ist nicht dazu geeignet, das erwartete Verkehrsaufkommen abfließen zu lassen. Entlang der Anschlussstelle Friedberg der BAB 5 staut sich bereits heute in den Morgen- und Abendstunden täglich kilometerlang der Verkehr. Der Investor rechnet mit 20 LKW-Bewegungen pro Stunde, hinzu kommt noch das Verkehrsaufkommen der 550 bis 850 Beschäftigten.

Die Stadt Friedrichsdorf hat viele Jahre lang große Anstrengungen unternommen, mit der L3057 eine Ortsumgehung zu schaffen. Wir fürchten, dass im Falle des Baus des Gewerbeparks wieder viel Verkehr durch Köppern fließen wird.

Sehr geehrter Frau Lindscheid, mit diesem Offenen Brief möchten wir Sie bitten, sich für einen Erhalt des Grünzugs einzusetzen. Die Bewohner der Stadt Friedrichsdorf und des Rosbacher Ortsteils Rodheim und nicht zuletzt die Natur werden es Ihnen danken.

Mit freundlichen Grüßen

Claudia Schlick

(FWG)

Lars Keitel

(Bündnis 90/Die Grünen)

Dr. Birgit Brigl

(SPD)

2017 05 16 Offener Brief Dickmühle Frau Lindscheid

2017 05 16 Offener Brief Dickmühle Herrn Horn