Der mittelständischen Wirtschaft in Friedrichsdorf ein verlässlicher Partner sein

Der Regionalverband Hochtaunus des BVMW (Bundesverband Mittelständischer Wirtschaft) hat unserer Fraktionsvorsitzenden Claudia Schlick drei konkrete Fragen zu unseren Positionen mittelständischer Wirtschaftsförderung in Friedrichsdorf gestellt. Hier sind ihre Antworten:

Frage 1: „Was muss aus Ihrer Sicht getan werden, um die wirtschaftliche Entwicklung in Friedrichsdorf dauerhaft zu sichern?“

Handel und Gewerbe bilden eine wesentliche Basis dafür, dass die Menschen gerne in Friedrichsdorf leben, einkaufen und arbeiten. Unternehmen in ihrer Entwicklung zu unterstützen, hat daher für uns eine sehr hohe Priorität.

Wirtschaftsförderung muss sowohl direkt als auch indirekt erfolgen. Die Stadt Friedrichsdorf muss stets ansprechbar sein, schnell reagieren und die Pläne und Bedürfnisse der ansässigen Unternehmen kennen. Nur so kann sie bspw. bei Expansionsbestrebungen geeignete Grundstücke vermitteln. Und wir als Stadtverordnete müssen bei Grundstücksgeschäften und dem Ausweisen von Gebieten die Bedeutung für die Unternehmensentwicklung beachten.

Mit der fortschreitenden Digitalisierung ist es auch wichtig, dass alle Unternehmen die Chance haben, an schnelles Internet angeschlossen zu werden.

Wirtschaftsförderung besteht aber auch darin, Standortvorteile zu schaffen und zu erhalten. Es würde kein Unternehmen sich in Friedrichsdorf niederlassen oder expandieren, wenn Friedrichsdorf nicht über eine gute Verkehrsanbindung, ganz besonders auch über den ÖPNV, verfügen würde. Wenn die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Friedrichsdorf keinen (individuell bezahlbaren) Wohnraum finden und sie ihre Kinder nicht gut in den Schulen und Kindertagesstätten betreut wissen, sinkt die Attraktivität von Friedrichsdorfer Arbeitgebern. Ein Kulturprogramm, Freizeitangebote und ein reiches Vereinsleben runden unsere liebens- und lebenswerte Stadt ab.

Frage 2: „Was ist ein wesentliches Anliegen des Mittelstands, dem Sie sich als Spitzenkandidat widmen wollen?“

Von unseren Mittelständischen Unternehmen hören wir immer wieder, dass sie gerne in Friedrichsdorf ansässig sind. Sie identifizieren sich mit unserer Stadt, was sich auch bei gemeinsamen Veranstaltungen, der Mitarbeit beim Gewerbeverein „Aktives Friedrichsdorf“ und auch bei Wohltätigkeitsaktionen zeigt.

Umgekehrt ist es wichtig, dass wir flexibel und im Rahmen unserer Möglichkeiten auf die Belange des Mittelstands reagieren. Diese notwendige Flexibilität ist wahrscheinlich noch nie so deutlich geworden, wie in diesem „verflixten Corina-Jahr“. Es ist aber auch etwas, was wir aus der Krise lernen und bewahren sollten.

Neben dieser Flexibilität braucht der Mittelstand aber auch Verlässlichkeit der Politik. Exemplarisch möchten wir auf das Gewerbegebiet Industriestraße hinwiesen, bei dem in der letzten Zeit immer wieder Forderungen nach Umwandlung in ein Mischgebiet laut wurden. Das halten wir für falsch. Denn mit einem Mischgebiet würden bspw. andere Lärmschutzgrenzen gelten – mit fatalen Folgen für Friedrichsdorfer Unternehmen. Wir sagen daher ganz deutlich: Mit uns bleiben Gewerbegebiete – und so auch die Industriestraße – erhalten und werden weiterentwickelt.

Ein Alleinstellungsmerkmal in unserer Region bilden die im gesamten Stadtgebiet kostenfreien Parkplätze. Diese bilden eine wichtige Stütze für den Mittelstand. Das soll auch so bleiben.

Frage 3: „Bei welcher Herzensangelegenheit wünschen Sie sich die Unterstützung der mittelständischen Wirtschaft vor Ort?“

Wir wünschen uns, dass sich unsere mittelständischen Unternehmen weiterhin mit unserer Stadt verbunden fühlen. Sie sind es, die stark zur Attraktivität beitragen, Ausbildungs- und Arbeitsplätze schaffen.

Wir wünschen uns, dass sie weiterhin in Friedrichsdorf präsent sind, durch eigene Aktionen, aber auch mit uns gemeinsam. Wenn Friedrichsdorfer Sportler mit dem Logo eines ansässigen Unternehmens in doppeltem Sinne Flagge zeigen, wenn Vereinszeitschriften gesponsert werden, der Verkaufsstand eines Vereins beim örtlichen Weihnachtsmarkt vom ansässigen Zimmereibetrieb gebaut wird und Firmen Patenschaften für Verkehrskreisel übernehmen, dann ist das nicht nur ein Gewinn für alle Beteiligten, sondern steht auch für die Lebendigkeit in unserer Stadt.